Die 37. Ausgabe · seit 1990 auf dem Friedensplatz
Seit über drei Jahrzehnten kommen Winzerinnen und Winzer in die Stadt, in der sonst niemand Wein anbaut. Genau deshalb funktioniert es.
Das Winzerfest ist kein Weinmarkt und kein Rummel. Es ist ein Treffen: Menschen von Mosel, Nahe, aus Rheinhessen und Baden bauen ihre Stände auf, hängen Licht zwischen die Platanen und schenken vier Abende lang aus, was sie selbst gelesen haben. Kein Handel. Keine Zwischenhändler. Keine Massenware.
Man kommt zu zweit und geht mit acht. Man setzt sich an einen langen Tisch, weil woanders nichts frei ist, und redet zwei Stunden mit Fremden. Man probiert einen Riesling und bekommt dazu erzählt, was der Juni mit ihm gemacht hat. So war es 2026 mit über zehntausend Besuchern — so soll es 2027 wieder sein.
Dass das alles mitten im Ruhrgebiet passiert, zwischen Backstein und Bahnhofsviertel, ist kein Schönheitsfehler. Es ist der Grund, warum sich dieses Fest wie keines sonst anfühlt.
Wer 2027 ausschenkt
Woran wir glauben
Wer ausschenkt, hat es angebaut.
Ein Jahrgang ist ein Jahr Arbeit.
Terroir ist kein Marketingwort.
Der beste Wein ist der, zu dem jemand etwas erzählen kann.
Vier Tage. Kein Massenausschank.
Journal · Notizen aus dem Weinjahr
Kein Blog. Vier Notizen im Jahr, mehr nicht.